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Rahmenmaterialien
Stahl ist das am häufigsten verwendete Gestellmaterial für mittelschwere und schwere Stühle. Weichstahl (Q195 oder Q235) hat eine Zugfestigkeit von 350–450 MPa. Es ist preiswert, rostet aber leicht. Pulverbeschichtung (60–120 Mikrometer) bietet Korrosionsschutz. Ein pulverbeschichteter Stahlrahmen hält im Freien 3–5 Jahre, bevor Rost auf Kratzern entsteht. Verzinkter Stahl (Zinkbeschichtung, 20–40 Mikron) hält im Freien 5–8 Jahre, ist aber teurer. Aluminium (Legierung 6061 oder 6063) wird für Leicht- und Strandkörbe verwendet. Die Zugfestigkeit beträgt 200–280 MPa und ist damit geringer als bei Stahl, daher haben Aluminiumrohre größere Durchmesser (19–25 mm gegenüber 16–22 mm bei Stahl). Aluminium rostet nicht, kann aber in salzhaltiger Luft korrodieren (Lochfraß). Eloxiertes Aluminium (Typ II, 10–20 Mikrometer) ist 2–3 Jahre lang beständig gegen Lochfraß am Strand. Pulverbeschichtetes Aluminium hält 4–6 Jahre. Entscheidend ist die Rohrwandstärke: 0,8–1,2 mm bei Stahl, 1,2–1,8 mm bei Aluminium. Dünnere Wände (0,6 mm Stahl, 1,0 mm Aluminium) sind bei preisgünstigen Stühlen zu finden und verbiegen sich bei Benutzern über 80 kg.
Stoff- und Netzmaterialien
Polyester 600D (Denier) ist der Standard-Sitzstoff. Es hat eine Reißfestigkeit von 50–80 N und eine Zugfestigkeit von 800–1.200 N pro 50 mm Breite. Polyester ist UV-beständig (20–30 Prozent Festigkeitsverlust nach 1.000 Stunden Sonneneinstrahlung). Polyester 1200D ist schwerer und hat eine Reißfestigkeit von 100–150 N. Es wird für Schwerlast- und Doppelstühle verwendet. Oxford-Stoff (Polyester mit Strukturgewebe) wird üblicherweise für Campingstühle verwendet. Nach dem Regen trocknet es innerhalb von 1–2 Stunden. Nylon ist leichter (200-400D) und fester (Reißfestigkeit 80-120 N bei 210D), nimmt aber Feuchtigkeit auf (3-5 Prozent seines Gewichts) und zersetzt sich unter UV-Strahlung schneller (40-50 Prozent Festigkeitsverlust nach 500 Stunden). Nylon wird in Rucksackstühlen verwendet, bei denen das Gewicht wichtiger ist als die Langlebigkeit. Mesh-Stoffe (Polyester oder Nylon mit offener Webart) sorgen für Belüftung, hängen aber mit der Zeit durch. Ein Netzsitz dehnt sich nach 200 Stunden Nutzung um 2–4 cm. Textilene (PVC-beschichtetes Polyesternetz) wird für Pool- und Strandliegen verwendet. It is waterproof, UV-resistant (3-5 year life), and supports up to 120 kg. Allerdings erwärmt es sich bei direkter Sonneneinstrahlung: Die Oberflächentemperatur erreicht nach 30 Minuten 55–65 °C, verglichen mit 45–50 °C bei unbeschichtetem Polyester. Atmungsaktive Netzstühle sind kühler (35–40 °C), aber weniger langlebig. Für heißes, sonniges Klima ist ein heller, atmungsaktiver Stoff die bequemste Wahl.
Armlehne und Gelenkbeschläge
Armlehnen bestehen aus Holz (Teak, Eukalyptus oder Akazie), Aluminium oder Kunststoff. Armlehnen aus Holz (20–30 mm dick) sind bequem und heizen sich in der Sonne nicht auf, müssen jedoch jährlich geölt werden (Teaköl oder Leinöl), um Risse zu vermeiden. Armlehnen aus Aluminium (25–40 mm breit) sind langlebig, erwärmen sich jedoch (Oberflächentemperatur 50–60 °C bei direkter Sonneneinstrahlung). Armlehnen aus Kunststoff (Polypropylen oder ABS) sind günstig, werden aber bei kalter Witterung (unter 5°C) spröde. Verbindungsteile (Scharniere, Nieten und Schrauben) bestehen aus Stahl, Edelstahl (304 oder 316) oder Aluminium. Stahlbeschläge rosten, insbesondere in Küstengebieten; Verrostete Nieten können unter Belastung brechen. Edelstahl 304 ist im Freien 3–5 Jahre lang rostbeständig; 316 (Marinequalität) hält 10 Jahre. Bronze- oder Messingbuchsen an den Drehpunkten (0,5–1,0 mm dick) verhindern den Verschleiß von Metall auf Metall und verlängern die Lebensdauer der Scharniere von 2–3 Jahren auf 7–10 Jahre. Allerdings kosten Stühle mit Bronzebuchsen 30–50 Prozent mehr als solche ohne.